Stellungnahme der B&C Privatstiftung zur Abwehr einer feindlichen Übernahme

Stellungnahme der B&C Privatstiftung zur Abwehr einer feindlichen Übernahme

Zu entsprechenden Medienberichten und Gerüchten, wonach der Geschäftsmann Michael Tojner und die italienische Großbank Unicredit die B&C-Gruppe und damit ihre industriellen Leitbetriebe feindlich übernehmen wollen, hält die B&C fest:

Als unabhängige und allgemeinnützlich ausgerichtete Privatstiftung mit Verantwortung für Österreich ist die B&C Mehrheitseigentümerin der österreichischen Industrieleitbetriebe Lenzing AG, AMAG Austria Metall AG und Semperit AG Holding. Die Stiftung sichert damit unmittelbar rund 5.000 Arbeitsplätze in Oberösterreich, Niederösterreich sowie Wien und dem Burgenland. Stiftungsauftrag ist, langfristig sicherzustellen, dass bedeutende österreichische Industrieunternehmen mit ihren Unternehmenszentralen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen in Österreich weiterentwickelt werden und nicht zerschlagen, ausgehöhlt oder ins Ausland abverkauft werden.

Dem Stiftungszweck entsprechend investiert die B&C Privatstiftung ihre Erträge wieder in ihre Beteiligungen, in heimische Industrie- und Mittelstandsbetriebe sowie in für Österreich relevante Technologie-Start-Ups. Allein in den letzten drei Jahren wurden rund 700 Mio. Euro in Österreich investiert. Darüber hinaus engagiert sich die B&C als einer der größten privaten Forschungsförderer des Landes.

Garantiert ist diese strategische Ausrichtung vor allem dadurch, dass die Unicredit seit 2008 keinerlei Rechte mehr und damit auch keinerlei Einflussmöglichkeiten gegenüber der B&C hat. Die B&C hat damals die Unicredit Gruppe mit 1,2 Mrd. Euro ausbezahlt. Im Gegenzug hat Unicredit auf alle ihre Rechte verzichtet. Damit war die Trennung von Stiftung und Bank vollständig vollzogen.

Was nunmehr versucht wird, ist, diese bereits abgelösten Rechte ein zweites Mal zu verwerten.

Dazu Stiftungsvorstand Dr. Wolfgang Hofer: „Ja, es gibt diese Versuche von Unicredit und Herrn Tojner. Wir werden alles daran setzen, eine Aushöhlung unserer Betriebe sowie einen Abzug substantieller Mittel aus der B&C-Gruppe zu verhindern. Unser Weg war nie jener des schnellen und kurzfristigen Geldes. Wir stehen voll zu unserem Auftrag und unseren Unternehmen und werden diesen Weg entschlossen weiter gehen.“


Über die B&C-Gruppe:
Seit ihrer Gründung im Dezember 2000 verfolgt die B&C Privatstiftung (www.bcprivatstiftung.at) das Ziel der Förderung des österreichischen Unternehmertums und des Wirtschaftsstandortes Österreich. Über ihre Holdinggesellschaften (www.bcholding.at) nimmt die B&C die Aufgaben eines stabilen Kernaktionärs in österreichischen Industrieunternehmen wahr. Sie übt ihre Aktionärsrechte im Interesse des jeweiligen Unternehmens aus und gibt den Unternehmen damit langfristige Planungssicherheit und eine stabile Eigentümerstruktur. Die B&C-Gruppe hält derzeit 50% plus 2 Aktien an der Lenzing AG, 54,2% an der Semperit AG und der 52,7% an der AMAG Austria Metall AG. Im Jahr 2017 erzielten diese börsennotierten Unternehmen einen konsolidierten Umsatz von 4,2 Mrd. Euro und beschäftigten in Österreich rund 5.000, weltweit rund 15.000 Mitarbeiter. Weiters hält die B&C eine Minderheitsbeteiligung an der VAMED AG in der Höhe von 10%. Über die B&C Innovation Investments engagiert sich die B&C-Gruppe seit 2016 mit Investitionen in Start-ups und Technologie-Wachstumsunternehmen und hält in diesem Segment aktuell Beteiligungen an den Unternehmen Flightkeys, Kinexon, Citrine und TTTech sowie an einem österreichischen Start-up-Fonds.